„Als unfairen Tiefschlag für Bonn“ bezeichnet Bonns Bundestagsabgeordneter Ulrich Kelber (SPD) die Etatkürzung für den Bonner Jugendfreiwilligendienst "weltwärts" um 11 Mio. Euro. Gegenüber dem Haushaltsentwurf des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) kürzte Schwarzgelb im Haushaltsausschuss den Ansatz von 40 Mio. auf 29 Mio. Euro.
SPD: Schwarzgelb trocknet Arbeit des Bonner Freiwilligenprogramms „weltwärts“ finanziell aus
Jugend
„Diese Entscheidung hat die vielen Organisationen, die als "weltwärts"-Entsendeorganisationen anerkannt sind, überfahren“, so Kelber. Kelber befürchtet, dass bereits zugesagte Entsendungen in diesem Jahr nicht mehr durchgeführt werden können.
"weltwärts" ebnet jungen Menschen einen sicheren Weg zu einem Engagement in Entwicklungsländern. Über eine deutsche Entsendeorganisation werden sie in die Arbeit von Partnerorganisationen in Entwicklungsländern integriert. Dort lernen sie die Arbeit im Kampf gegen Hunger und Armut hautnah kennen. „Eine solche Erfahrung schärft das Bewusstsein für die globalen Zusammenhänge und die Zukunftsfragen in Deutschland“, ist Kelber überzeugt.
2007 wurde das Förderprogramm "weltwärts" eingeführt, um die Freiwilligenplätze um 10.000 aufzustocken. 2008 sind über 2200 Freiwillige ausgereist, 2009 schon 3500. Für 2010 ist ein weiterer Platzaufwuchs um rund 1.000 bis 1.500 Freiwillige geplant. „Die Entsendeorganisationen brauchen darum schnell Planungssicherheit, um die jungen Menschen nicht zu enttäuschen“, so Kelber.