Angesichts der geplanten Reform der staatlichen Durchführungsorganisationen der Entwicklungszusammenarbeit fordern die Abgeordneten Katja Dörner MdB (Grüne), Ulrich Kelber MdB (SPD), Paul Schäfer MdB (Linke) und Elisabeth Winkelmeier-Becker MdB (CDU) eine Stärkung des Standorts Bonn.
Reform der Entwicklungsorganisationen: Abgeordnete fordern Stärkung des Standorts Bonn
Bundespolitik
„Bonn hat in den vergangenen Jahren ein bundesweit herausragendes Profil in der internationalen Zusammenarbeit entwickelt. Die Entwicklungszusammenarbeit ist ein wesentlicher Bestandteil dieser Ausrichtung. DED und InWent sowie das Bundesministerium für Entwicklungszusammenarbeit haben in Bonn ihren Sitz. Auch eine erhebliche Anzahl von MitarbeiterInnen der GTZ arbeitet bereits heute in Bonn. Es liegt auf der Hand, bei der geplanten Zusammenführung der Entwicklungsorganisationen auf Synergieeffekte zu setzen und den Hauptsitz inklusive eines möglichen Vorstandsvorsitzes der neuen Entwicklungsagentur in Bonn anzusiedeln.
Damit würde auch dem Bonn-Berlin-Gesetz verstärkt Rechnung getragen, das eine komplette Zusammenführung der staatlichen Institutionen der Entwicklungszusammenarbeit in Bonn vorsieht. DED und InWent unter dem Dach der GTZ zu bündeln, lehnen wir ab. Wichtig ist eine Zusammenführung der einzelnen Institutionen auf Augenhöhe und eine enge Einbindung der Beschäftigten aller betroffenen Institutionen, deren Rechte und Status im Rahmen des Prozesses nicht eingeschränkt werden dürfen. Dem gegeneinander Ausspielen von Arbeitsplätzen bei den Entwicklungshilfeinstitutionen und der in Bonn ansässigen und ebenfalls im Umstrukturierungsprozess befindlichen BaFin erteilen wir eine klare Absage.“